08.09.2010
Sportanlagen

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Geschichte des „Kessels“ von 1981 bis heute

Biathlonstadion für Weltklasseleistungen

Zu Beginn der 80er Jahre rückten Biathleten mit ihren Weltklasseleistungen in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Als dann auch noch Frank Ullrich 1980 Olympiasieger wurde, wuchs die Idee für ein Biathlonstadion. Das damalige Ministerium für Nationale Verteidigung veranlasste den Bau. In Oberhof sollte eine moderne Trainings- und Wettkampfstätte entstehen, die den Sportlern optimale Trainingsbedingungen bietet - ein Stadion, in dem nationale und internationale Wettkämpfe ausgetragen werden können.

Erstes Ziel war die Ausrichtung der Armeespartakiade 1983. Bis 1982 wurden zunächst die Gebäude, später die Skirollerstrecke und der Schießplatz fertiggestellt. Auf dem Schießstand wurden erstmalig in der Biathlongeschichte eine feste Blendenanlage aufgebaut. Alle 32 Schießbahnen wurden wechselnd mit Papierscheiben und mit in der DDR entwickelten Klappscheiben bestückt.

Nach der erfolgreichen Armeespartakiade 1983 fand 1984 der erste Biathlon-Weltcup im Stadion statt. Der Biathlonsport erlebte durch die Erfolge von Frank Ullrich, Antje Misersky, Simone Greiner-Petter-Memm, Mark Kirchner, Frank Luck und Sven Fischer eine ungeahnte Popularität. Die Begeisterung der Fans und die einmalige Atmosphäre im "Kessel" am Grenzadler ließen Oberhof zu einem Mekka des Biathlonsports werden. 1992 wurde nach knapp zehn Jahren umgebaut und modernisiert.

Spitzensportler brauchen Spitzenstadion

1998 bekam Oberhof den Zuschlag, die Weltmeisterschaften 2004 auszutragen. Ein neues Stadion musste her, das den internationalen Anforderungen gerecht wird. Der Komplettumbau des Stadions war beschlossene Sache. Ein gigantisches Umbauprojekt begann.
Der erste Spatenstich wurde im Mai 2001 gesetzt. 130.000 Kubikmeter Erdreich mußten bewegt werden, 2.000 Kubikmeter Transportbeton wurden verbaut und 340 Tonnen Stahl verarbeitet. Die Skistrecken wurden mit gut 10.000 Quadratmeter Bitumendecke verbreitert.

Das alte Regiegebäude musste einer neuen, modernen Anlage weichen. Es versperrte bis dahin den freien Blick auf die Wettkämpfe. Mehr als 8.000 Zuschauer haben jetzt auf der neuen Tribüne Platz - sie ist 105 Meter lang und bietet einen hervorragenden Blick auf den Start-, Zielbereich, die Schießanlagen und die Strafrunde. Je nach Anlass kommen zusätzlich mobile Tribünen zum Einsatz, auf denen noch einmal bis zu 4.000 Leute Platz haben. Die erste Feuerprobe hatte die neue Anlage beim Biathlon-Deutschlandpokal im Dezember 2002 bestanden.

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